Wir wär´n ja so gern dabei gewesen – aber Guido hat´s vermasselt!

So könnte man die Berichterstattung über die  Zurückhaltung der Bundeswehr beim Militäreinsatz in Libyen auch zusammenfassen. Kaum ein Journalist, der nicht das Gerede von der angeblich  nicht wahrgenommenen Verantwortung der Bundesregierung im Libyenkrieg  nachplappert. Kaum einer, der nicht meint, ein nicht-militärisches Vorgehen sei doch irgendwie feige . Und Kritik an Westerwelle ist im Moment ohnehin wohlfeil. Was kann man da schon falsch machen?

Aber Westerwelle macht es uns ja auch nicht leicht: Die Begründung für die Ablehnung eines Kampfeinsatzes bleibt fad´und schmallippig („Wir glauben , dass andere Wege erfolgreicher sind“). Friedenspolitische Initative sieht anders aus. Das Ganze flankiert von Leopard-Lieferungen nach Saudi-Arabien. Und dann noch die Meldungen , dass unsere guten Heckler&Koch Gewehre in Libyen im Einsatz sind. Wir wissen zwar  nicht, wie Sie hingekommen sind – aber irgendwie sind wir doch dabei (wie damals im Irak-Krieg, als wir der Koalition der Willigen geheimdienstlich halfen und selbstverständlich die logistisch entscheidenden Überflugrechte über Deutschland gewährten).

Da wird „Verantwortung“ eben diskret übernommen. Und wer weiß, wie sich die Lage in Libyen noch entwickelt – auch im Irak wurde schon nach ein paar Wochen suggeriert, der Krieg sei vorbei…

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