Bloggerkonferenz Re:publica in Berlin

Anfang Mai 2012 fand die Bloggerkonferenz „Re:publica“ in Berlin  statt. Darüber berichtete die Mainpost am 3.5.2012.

In dem Artikel wurde der Beitrag von Eben Moglen (Professor für Recht und Geschichte an der Columbia Universität) zusammengefasst, der sich für freie Software und freie Netze aussprach. Den Tod von Steve Job bezeichnete er als „positives Ereignis“. „Er war ein großartiger Künstler-und in moralischer Sicht ein Monster“. Er habe wundervolle Geräte entworfen, die aber dazu dienten, ihre Nutzer zu kontrollieren. Internet-Unternehmen wie Apple, Google und Facebook, die möglichst viele Daten ihrer Nutzer sammeln, kritisierte Moglen scharf. „Da ist eine Suchmaske, in die wir all unsere Träume, Hoffnungen und Ängste eingeben.“ Die Konsequenz: Das Unternehmen hinter der Suchmaske werte all diese Informationen von und über uns aus „und besitzt sie“. Moglen erklärte, dass in weniger als zwei Generationen jeder Mensch mit seinem kompletten Denken und Leben im Internet eingebunden sein werde.

Sein Aufruf fiel deutlich aus:“Unsere Generation entscheidet, wie dieses Netzwerk organisiert wird – wir brauchen ein Netzwerk von Gleichgestellten, nicht eines, das aus einem Meister und dessen Sklaven besteht.“ Nur so könne man echte Meinungsfreiheit bewahren. Diese bedürfe außerdem freier Medien – und dafür wiederum seien freie Software, freie Technologien und die Entwicklung freier Telekommunikationsnetze in öffentlicher Trägerschaft nötig. Moglen appelierte an die Verantwortung der heutigen Genenation: Im Kampf um die Meinungsfreiheit dürften wir nicht scheitern. „Zu viele Menschen sind in den letzten Jahrtausenden für dieses Ziel gestorben“, so sein emotionales Schlusswort.     (Auszug Mainpost vom 3.5.2012)

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort