Würzburger Friedenspreis an Erwin Koch aus Unterfranken verliehen

Für seinen unermüdlichen und langjährigen Einsatz für die Opfer der Tschernobyl-Katastrophe in der Ukraine erhielt Erwin Koch aus Unfinden bei Königsberg/Unterfranken am vergangenen Sonntag im Mainfrankentheater den Würzburger Friedenspreis 2012.
In seiner Einführung umriss Dr. Thomas Schmelter vom Komitee Würzburger Friedenspreis die politische Dimension des diesjährigen Preisträgers. Er spannte den Bogen von der Vergangenheit, nämlich der Zerstörung Würzburgs am 16.03.1945, über den Abwurf der ersten Atombombe auf Hiroshima am 06.08.1945 und die Katastrophe von Tschernobyl am 26.04.1986 bis in die Gegenwart zur Kernschmelze von Fukushima am 11.03.2011.
Welche Not in der Region von Tschernobyl auch noch 26 Jahre nach dem Super-GAU herrscht, machte Dr. Hans Ibel in seiner Laudatio sehr deutlich. Er schilderte den unglaublichen persönlichen Einsatz von Erwin Koch als einen „Full-Time-Job“ mit dem Ziel, die Lebensumstände der betroffenen Kinder und ihrer Familien, ihre Gesundheit und die Bildungschancen zu verbessern. 300 Tonnen an Hilfsgütern brachte der Preisträger seit 1991 in die ukrainische Region Tscherkassy, vermittelte über 100 Familienpatenschaften für sozial schwache Kinder, organisierte mehrfach Erholungsaufenthalte für bedürftige ukrainische Kinder in Unterfranken und organisierte unzählige Benefizveranstaltungen zur Finanzierung dieser humanitären Hilfsmaßnahmen.
In seiner persönlichen Ansprache bedankte sich Herr Koch bei den vielen Menschen, allen voran seiner Frau, die in den vergangenen 21 Jahren sein Engagement tatkräftig unterstützten.  
Der Würzburger Friedenspreis ist mit 1 500 € dotiert. Mit dem Friedenspreis ehrt das Komitee das beständige ehrenamtliche Engagement von Erwin Koch, das mit seiner humanitären Ausrichtung der Völkerbegegnung und -verständigung dient und für die deutsch-ukrainischen Beziehungen Wertvolles geleistet hat.
Mehr unter www.wuerzburger-friedenspreis.de.

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