Über uns

Unter dem Namen ÖKOPAX haben sich gut ein Dutzend Leute aus Würzburg und Umgebung zusammengeschlossen, die ein besonderes Interesse an Friedens- und Umweltthemen haben. Als gemeinnütziger Verein existiert die Gruppe seit 1988, wobei die Anfänge bis ins Jahr 1983 zurückreichen. Die Mitglieder treffen sich regelmäßig etwa ein Mal monatlich. Gäste sind herzlich willkommen (siehe Kontakt).


Information und Diskussion

Ein besonderer Schwerpunkt der ehrenamtlichen Arbeit liegt auf dem Zusammenhang zwischen Militär und Krieg einerseits und Umweltzerstörung und Ressourcenverschwendung andererseits; in den letzten Jahren rückte verstärkt die drohende Klimakatastrophe und die dadurch bedingten Kriegsgefahren mit in den Blick. In unterschiedlichen Formen (Vortragsveranstaltungen, Info-Tischen, Unterschriftensammlungen, Workshops, Ostermarsch, Benefizkonzerten) informiert ÖKOPAX die Öffentlichkeit und zeigt kritisch gesellschaftliche Fehlentwicklungen auf.


Zivile Konfliktlösung

Die Mitglieder treten beharrlich für das Konzept gewaltfreier Konfliktlösungen im gesellschaftlichen wie im internationalen Zusammenhang ein. Sie unterstützen den Zivilen Friedensdienst als Alternative zu militärischen Einsätzen in Krisensituationen – seit 2004 offiziell als Regionalgruppe des Forum Ziviler Friedensdienst –  und fordern die Abschaffung der bundesdeutschen Krisenreaktionskräfte und der schnellen Eingreiftruppen. Militärische Krisenintervention als allerletztes Mittel darf nur unter dem Mandat der UNO erfolgen. Beim Thema Zivile Konfliktbearbeitung steht ÖKOPAX außer mit dem Forum ZFD auch mit dem Bund für Soziale Verteidigung in Kontakt (zu diesen und weiteren bundesweiten Friedensorganisationen siehe Netzwerk).


Ex-Jugoslawien

In den furchtbaren Kriegen, die dem Zerfall Jugoslawiens folgten, unterstützte und organisierte ÖKOPAX zahlreiche Antikriegsveranstaltungen. Seit 1998 besteht ein persönlicher Kontakt zu einer oppositionellen Gruppe in Leskovac / Südserbien: das Komitee für Menschenrechte. Ziel ist dabei, die Menschen vor Ort, die sich für ein friedliches Zusammenleben aller Bevölkerungsgruppen einsetzen, finanziell und materiell, aber auch ideell zu unterstützen. Aufgrund der großen Flüchtlingsnot im Winter nach dem Kosovokrieg 1999 organisierte ÖKOPAX mit anderen Gruppen im Dezember 1999 einen Hilfstransport nach Südserbien. Nach dem Sturz Milosevics im Herbst 2000 rückte das Komitee für Menschenrechte die praktische Aufbauarbeit in den Vordergrund. Dies unterstützte ÖKOPAX mit einer größeren Medikamentenlieferung für das Krankenhaus in Leskovac und einige Male mit Spenden für die Zeitschrift des Komitees zur menschenrechtlichen Lage in Serbien. Leider besteht der Kontakt nur noch sporadisch.


Würzburger Friedenspreis

Mit dem Würzburger Friedenspreis, der auf Initiative von ÖKOPAX 1995 ins Leben gerufen wurde, werden jährlich Gruppierungen oder Personen aus Unterfranken ausgezeichnet, die sich für gewaltfreie Konfliktlösungen, Völkerverständigung oder Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen eingesetzt haben.


Krieg gegen Terror

Auch nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 und den darauf folgenden Kriegen hält ÖKOPAX an der Option nicht-militärischer Konfliktbearbeitung fest: Krieg ist nicht geeignet, Frieden zu schaffen. Krieg als Mittel der Politik ist zu ächten. Bis heute gilt: Frieden kommt in Zivil!

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.