„Man muss den Menschen sagen, wie das Leben im Lager ist.“

Dies ist ein zentrales Anliegen von „Heimfocus Magazin – Stimme für Flüchtlinge“, der Zeitschrift, die im August 2010 auf Initiative von Addis Mulugeta in der Würzburger Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber herausgegeben wurde. Die Hoffnung der Flüchtlinge auf ein Leben in Sicherheit, Freiheit und Menschenwürde zieht sich als roter Faden durch die 6 Ausgaben, die von Heimfocus bisher erschienen sind. Die Migranten sehnen sich danach, als Menschen mit ihren persönlichen Bedürfnissen wahrgenommen und respektiert zu werden. Die Realität hingegen ist entwürdigend und deprimierend.

Eine rechtliche Grundlage für die diskriminierende Behandlung ist das seit 1993 geltende Asylbewerberleistungsgesetz. In diesem Sondergesetz werden durch Lagerunterbringung und die Versorgung mit Essenspaketen Flüchtlinge wie Menschen zweiter Klasse behandelt. Aber auch andere Gesetze des Ausländerrechts, welche die Arbeitserlaubnis, die Residenzpflicht oder die Krankenversorgung regeln, schränken die elementaren Menschenrechte der Flüchtlinge ein.

 Eine Institution, die seit 25 Jahren für die Rechte von Flüchtlingen und verfolgten Menschen eintritt, ist Pro Asyl e. V. Gegründet als „Arbeitsgemeinschaft für Flüchtlinge“ etablierte Pro Asyl seit 1986 den bundesweiten „Tag des Flüchtlings“, der alljährlich am Freitag der Interkulturellen Woche (der Woche vor dem Erntedankfest) begangen wird.  In 2011 fällt der Tag auf den 30. September. Sein Motto lautet: „Europas Außengrenzen – Mauern verletzen Flüchtlingsrechte“.

Mit Kampagnen und Online-Aktionen informiert Pro Asyl die Öffentlichkeit und fordert, die soziale Entrechtung von Flüchtlingen zu beenden.

Mit Ihrer Unterschrift unter den Appell „Menschen wie Menschen behandeln“ (http://www.proasyl.de/de/home/browse/1/) tragen Sie dazu bei, dass Flüchtlinge in Deutschland in Würde leben können.

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